Schützenkreis Schwäbisch Gmünd

 

Die Schützentradition des Schützenkreises Schwäbisch Gmünd reicht bis weit ins 15. Jahrhundert zurück und wird durch die Gmünder Schützengilde von 1470 belegt. Der Vorläufer des heutigen Schützenkreises war der Mittelschwäbische Zimmerstutzen Kreisverband, und vor dem 2. Weltkrieg der Remsgau und der Rosensteingau.

Da in den Jahren nach 1945 durch einen alliierten Kontrollratsbeschluss alle Vereinstätigkeit der Schützen verboten und das Vereinsvermögen und die Sportwaffen eingezogen wurden, endete die glanzvolle Zeit der Schützen im Gmünder Raum abrupt, aber ganz erloschen war sie nicht. Schon in den Jahren 1949/50 nach Lockerung der Bestimmungen regte sich wieder einiges. Schon zwei Jahre später wurde auf Initiative des Straßdorfers OSM Josef Hinderberger, Zitat: 

”Ein mit hohen Idealen und Weitblick ausgestatteter Mann” die Wiedergründung des Remsgaues betrieben. Bereits sieben Jahre nach Kriegsende war es dann so weit. Am 24. Februar 1952 fand die Wiedergründungsversammlung des Remsgaues, dem heutigen Schützenkreis Schwäbisch Gmünd, statt.

Zum 1. Gauvorsitzenden wurde OSM Josef Hinderberger gewählt. Sein Stellvertreter war Johannes Grimminger aus Schwäbisch Gmünd. Leider war Josef Hinderberger keine lange Amtszeit beschieden. Bereits dreieinhalb Jahre nach seiner Wahl verstarb er für alle vollkommen überraschend bei der Ausübung seines Amtes bei einem Festabend in Göppingen.

Zum kommissarischen Gauvorsitzenden wurde der damalige Schatzmeister des Remsgaues, Alfred Fuchs aus Hussenhofen, bestimmt. Er sollte nach seiner Wahl fast 38 Jahre die Geschicke des Kreises lenken. Das herausragendste Ereignis in seiner langen Amtszeit war die Durchführung des 32. Landesschützentages 1989 im neugebauten Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd. Hoch ausgezeichnet mit Ehrenring und der Ehrenmitgliedschaft des Württembergischen Schützenverbandes und weiteren Bundes-, Landes-, Bezirks- und Kreisehrungen ging Fuchs als dienstältester Kreisoberschützenmeister des WSV im März 1993 in den verdienten Schützenruhestand. Alfred Fuchs verstarb nach kurzer Krankheit am 1. April 2006 im 82 Lebensjahr.

Zum Nachfolger wählte die Kreisversammlung den damaligen Pressewart des Schützenkreises Heinz Streit als neuen Kreisoberschützenmeister, der einen wohlgeordneten und einen auf festen finanziellen Füßen stehenden Schützenkreis übernehmen konnte. Heute ist der Schützenkreis Schwäbisch Gmünd mit seinen 25 Vereinen sportlich wie personell eine feste Größe im Bezirk Mittelschwaben.